Treuhand & Beratung
Hotellerie & Gastronomie

Kirchplatz 5
8953 Dietikon
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Planung & Controlling / Betriebsbuchhaltung / Reporting

  • Operative Budgetierung - Einjahresplanung
  • Strategische Budgetierung - Mehrjahresplanung
  • Liquiditätsplanung, Kapitalflussrechnung
  • Forecasting - Entwicklungstendenzen

  • Betriebsbuchhaltung, Kostenträgerrechnung und Profitcenterrechnung
  • BAB - BetriebsAbrechnungsBogen
  • Direkte / indirekte Verrechnung / Umlageverfahren
  • Kennzahlenermittlung / Kalkulation

  • Monats-, Quartals, Perioden- und Jahresabschlüsse
  • Zeitlich und sachlich abgegrenzt
  • Mit Vorjahresvergleichen und Budgetvergleich
  • Mehrjahresauswertungen
  • Zusatzauswertungen, Wirtschaftlichkeitsberechnung
    • Break-even-Analyse
    • Deckungsbeitragsrechnung
    • Bruttogewinnrechnung
    • Kosten-Nutzen-Analyse
    • Investitionsrechnung
    • Cash-Flow, ROI, etc.

 

Planung / Controlling

Eine recht umfassende Definition beschreibt das Controlling wie folgt:

«Controlling ist – funktional gesehen – dasjenige Subsystem der Führung, das Planung und Kontrolle sowie Informationsversorgung systembildend und systemkoppelnd ergebniszielorientiert koordiniert und so die Adaption und Koordination des Gesamtsystems unterstützt.»
(Controlling, Horváth, 6. Auflage, 1996, S. 141)

 

Aufgrund dieser Definition wird unter Controlling vor allem die Planung, Steuerung und Kontrolle eines Unternehmens verstanden. Im Weiteren dient Controlling also zur Informationsbeschaffung und deren Interpretation und verschafft allen Ebenen der Planungsbeteiligten Instrumente und adäquate Informationen um im Prozess der Zielerreichung ihrem Auftrag gerecht werden zu können. Somit wird klar, dass Controlling mit der Organisation und der Führung sehr eng verknüpft ist. Das Controlling verbindet die verschiedenen Unternehmens-Bereiche miteinander.

Grundsätzlich wird das Controlling in 2 Arten unterschieden, im operativen Controlling und im strategischen Controlling. Diese beiden Controllingtypen können nicht voneinander losgelöst betrachtet werden. Sie stehen in einer nahen Korrelation zueinander, da die operative Planung nicht ohne die strategische Planung und Ausrichtung auskommt und ihrerseits wichtige Impulse für die Strategie einer Unternehmung liefert.

Zu den Instrumenten der operativen Controlling gehören vorab die jährliche Budgetierung (operative Budgetierung), das Forecasting (aus vergangenheits-bezogenen Daten voraussichtliche Entwicklungen ableiten), die Deckungsbeitragsrechnung, Kapitalflussrechnung, Break-Even-Analyse, Kennzahlen und Kennzahlensystem (DuPont [ROI-Baum]), etc.

Im strategischen Controlling werden Instrumente wie die Mehrjahresplanung (strategische Budgetierung), die Stärken-Schwächen-Analyse (SWOT-Analyse), die GAP-Analyse (Früherkennungsmethode), Benchmarking, etc.

BEBU - Betriebsbuchhaltung

Zu den wichtigsten Führungsinstrumenten einer Unternehmung gehören neben der finanziellen Führung, abgebildet durch die Finanzbuchhaltung (Fibu), die betriebliche Führung, dargestellt durch die Betriebsbuchhaltung, kurz BEBU genannt.

Die Betriebsbuchhaltung kann mit elektronischer Hilfe in Kontenform oder mittels eines BAB’s (Betriebsabrechnungsbogens) geführt werden. Die Bebu wird in drei Hauptgruppen aufgeteilt resp. strukturiert:

  1. Die Kostenarten widerspiegeln die Buchungen (Aufwände und Erträge)  auf den Fibu-Kontis und sie zeigen welche Kosten entstanden sind.

  2. Diese Kosten werden  den Kostenstellen zugewiesen, und diese zeigen somit, wo, in welchen Abteilungen diese gebraucht wurden.

  3. Und zuletzt werden diese Kosten den sogenannten Kostenträgern zugeteilt, und weisen somit aus, wofür, für welche Produkte und Dienstleistungen diese aufgewendet wurden. In Verrechnung mit den Erlösen (abgegrenzte Erträge aus der Fibu) ergibt sich ein Erfolg pro Produkt/Dienstleistung (Kostenträger) oder Gruppen davon.

Die Kostenartenrechnung

Die Betriebsbuchhaltung sollte alle Kosten möglichst verursachergerecht den einzelnen Produkten und Dienstleistungen zuteilen können. Dafür müssen die Aufwände aus der Fibu erst in der Kostenartenrechnung durch sachliche und zeitliche Abgrenzungen in Kosten für die Bebu überführt werden.

Nun werden diese Kosten in zwei Kostenarten eingeteilt, in direkte (zuweisbare) Kosten und indirekte Kosten.

In der direkten Verrechnung werden die direkten Kosten (z.B. Rohmaterial) direkt und als Einzelkosten (z.B. Einzellöhne) in die Kostenträgerrechnung mit den einzelnen Kostenträgern belastet und verrechnet.

Die Kostenstellenrechnung

Die indirekten Kosten werden über die Kostenstellenrechnung umgelegt und aufgeteilt. In dieser indirekten Verrechnung werden die Gemeinkosten (allgemeine Kosten wie Energie, Mieten, Personalkosten, IT, URE, Abschreibungen, etc.)und weitere nicht direkt zuweisbare Einzelkosten (z.B. Hilfsmaterial) auf die Hauptkostenstellen und falls immer noch nicht genau zuordenbar auf sogenannte Vorkosten- und Hilfskostenstellen zugeordnet.

Die auf diesen Vorkostenstellen oder Hilfskostenstellen gebuchten Kosten werden in der Gesamtsumme durch vordefinierte Schlüssel auf die Hauptkostenstellen umgelagert.

Im Umlageverfahren werden nun die Gemeinkosten aus den einzelnen Hauptkostenstellen (Produktion/Fertigung, inkl. der vorherigen Umlagen aus den Hilfs- & Vorkostenstellen) verursachergerecht auf die einzelnen Kostenträgern (z.B. HalbfabrikateTeilprodukte, Dienstleistungen, etc.) umgeteilt. Dazu werden wieder sogenannte Schlüssel (pro m2, km, Durchlaufzeit, etc.) verwendet.

Die Gesamtheit der Einzel- und Gemeinkosten werden als Selbstkosten qualifiziert, die in Verrechnung mit dem Verkauf der Produkte in der Kostenträgerrechnung den Erfolg der einzelnen Träger darstellt.

In der Kostenstellenrechnung werden die Gemeinkosten überwacht und für die Kalkulation sog. Kostensätze, d.h. absolute Bezugsgrössen pro Einheit und die Zuschlagssätze, relative Bezugsgrössen errechnet.

Die Kostenträgerrechnung

Die Kostenträgerrechnung ist eine Wirtschaftlichkeitsrechnung, die pro Produkt, pro Dienstleistung oder Gruppen davon (z.B. Profitcenter, Bereiche, Divisionen, Geschäftseinheiten usw.) den Erlös und die entsprechenden Kosten gegenüberstellt und das Resultat als Erfolg ausweist.

Somit wird der Gesamterfolg einer Unternehmung in einzelnen aussagekräftige «Sparten» unterteilt und lassen Interpretationen und Schlüsse zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Optimierung einer Unternehmung zu. Daraus lassen sich für die Unternehmensführung entsprechende Massnahmen definieren und sie kann transparent, zielgerecht und zeitnah handeln

Abschluss / Reporting

Im Allgemeinen versteht man unter dem Begriff Reporting «...die Einrichtungen, Mittel und Maßnahmen eines Unternehmens zur Erarbeitung, Weiterleitung, Verarbeitung und Speicherung von Informationen über den Betrieb und seine Umwelt in Form von Berichten. Als Berichte werden für eine übergeordnete Zielsetzung zusammengefasste Informationen verstanden...». Früher wurden Berichten als Auswertungen in gedruckter Form auf Papier publiziert. Heutzutage werden Berichte neben der Papier- vor allem in elektronischer Form erstellt und genutzt werden.

In der Buchhaltung verstehen wir unter Reporting u.a. der Abschluss, der die Abrechnung einer kaufmännischen Geschäftsperiode, die sich je nach Bedürfnis der Unternehmensführung in der zeitlichen Länge unterscheidet, jedoch mindestens einmal jährlich zu erfolgen hat. Der Monats-, Quartals- (auch Perioden-) und Jahresabschluss stellt die finanzielle Lage und den Erfolg einer Unternehmung fest und beinhaltet den Abschluss der Finanzbuchhaltung, inklusiv der Neben- und Hilfsbücher, die Zusammenstellung von Dokumenten und zusätzlicher Auswertungen sowie, falls gesetzlich vorgeschrieben, deren Prüfung, Bestätigung und ggf. Veröffentlichung.

Der Abschluss gliedert sich in Bilanz, Erfolgsrechnung und evtl. diverser Auswertungen, wie Kapitalflussrechnung, Renditerechnung, etc. Für den Jahresabschluss werden je nach gesetzlichen Vorgaben und Statuten noch der Anhang, die Gewinnverwendung, Geschäftsbericht, Prüfungsbericht, etc. angefertigt.

In der Darstellung der Bilanz und Erfolgsrechnung sind mannigfaltige Möglichkeiten gegeben. So kann der aktuelle Abschluss in den Vergleich zum Vorjahresabschluss und / oder zum Budget gleicher Periode gesetzt werden und die Abweichung absolut (in CHF) oder relativ (in %) dargestellt werden. Ebenfalls in tabellarischer Art kann eine Auswertung über mehrere Jahre mit oder ohne Abweichung der einzelnen Perioden aufgezeigt werden.

Break-even-Analyse

In dieser Analyse wird der Break-even-Point ( Gewinnschwelle ) angezeigt, in welchem die Kosten und der Erlös einer Produktes/Dienstleistung gleich hoch sind und das Ergebnis somit Null ist. Sind die Kosten höher als der Erlös resultiert ein Verlust, ist der Erlös höher als die Kosten ergibt sich ein Gewinn.

Mit Hilfe dieser Analyse kann nun berechnet werden, wie viele Einheiten eines Produktes verkauft werden müssen, um die Kosten (Fixkosten und variable Kosten der verkauften Einheiten) gesamthaft zu decken. Ergo wird mit jedem zusätzlich verkauften Produkt ein Gewinn in der Höhe des Verkaufspreises abzüglich der variablen Kosten erzielt.

Deckungsbeitragsrechnung (DB)

In der Deckungsbeitragsrechnung werden vom Erlös aller verkauften Einheiten eines Produktes die variablen oder direkten Kosten dieser verkauften Einheiten abgezogen um mit dem Saldo, die Fix-Kosten (Fixkostendeckungsbeitrag) zu tragen. Einfach betrachtet ist das die Summe, die übrig bleibt, um die nachträglichen Fix-Kosten abzudecken. Ist diese Summe (Saldo, Differenz) grösser so resultiert wieder ein Gewinn, ist sie kleiner entsteht ein Verlust. Dieser Verlust kann nun durch die Deckungsbeitragsgrösse (DB-Grösse pro Einheit) [VP – var. Kosten] geteilt werden und man erhält die noch zu verkaufenden Einheiten, um wieder den Break-even-point zu erlangen, also in die Gewinnzone zu kommen.

Bruttogewinnrechnung

Pragmatisch kann in der Restauration die sog. Warenrendite-Rechnung, auch Bruttogewinnrechnung, als «einfache» Deckungsbeitragsrechnung betrachtet werden.

z.B. Bruttogewinnrechnung des Weines:

  • Umsatz der verkauften Weine
  • abzüglich des Warenwertes zu Einstandspreisen dieser verkauften Weine
  • ergibt den Bruttogewinn,
  • oder den Deckungsbeitrag, um die nachfolgenden Kosten zu decken.

Nach diesem Modell werden alle Sparten des F&B und der übrigen Ertragssparten in der Hotellerie verglichen und eine sogenannte Waren- & Dienstleistungs-Renditerechnung oder Umsatzrendite erstellt.

Diese Umsatzrendite errechnet sich also aus dem erzielten Umsatz (verkaufter Wein) abzüglich des eingesetzten Kapitals (Warenwert) dividiert durch den Umsatz in Hundert:

(Umsatz-Warenwert) x 100

Umsatz

Kosten-Nutzen-Analyse

Mit dieser Analyse wird eruiert, ob die Kosten einer Investition, einer Tätigkeit, eines Projektes durch seinen Nutzen, resp. sein Ergebnis gedeckt werden können. Dieses Instrument wird eingesetzt in der Personal- & Resourcen-Planung, zur Verkauspreisgestaltung, bei der Projektentscheidungsfindung, Investitionsentscheid, etc.

Die Investitionsrechnung

Unter Investition werden alle Massnahmen, die Geldausgaben für die Bereitstellung eines Leistungspotentials bewirken und mit denen zu einem späteren Zeitpunkt grössere Geldeinnahmen oder kleinere Geldausgaben (Einsparungen) bezweckt werden, verstanden.

Die Investitionsrechnungen werden in Ersatzinvestition, Erweiterungsinvestition und Rationalisierungsinvestition unterteilt und grundsätzlich in 2 Rechenverfahren dargestellt.

Das statische (buchhalterische) Verfahren berücksichtigt die Abzinsung der Kosten auf den Zeitpunkt der Investition (Anlagezeitpunktnicht und wird deshalb häufig nur für eine beschränkte Betrachtungsperiode (Durchschnittsjahr) gewählt.

In der dynamische (finanzmathematische) Methode wird die gesamte Nutzungsdauer einer Investition betrachtet. Selbst die Vorbereitungs- und Projektierungskosten werden auf den Investitionszeitpunkt hin aufgezinst, während die Zahlungen der gesamten «Nachperiode» auf den Zeitpunkt der Investition zurück abgezinst werden.

Durch die Multiplikation von Abzinsungsfaktoren ergibt sich ein sogenannter Barwert für die Investition, der den Wert der gesamten Investition zum Anschaffungszeitpunkt zeigt.

In der Gegenwartsmethode (Net Present Value) werden dem Kapitaleinsatz der Investition (Barwert der Investition) die auf den Zeitpunkt der Inbetriebnahme abgezinsten Cashflows (Barwerte der Chashflows der gesamten Investitionszeitdauer) gegenübergestellt. Sind die abgezinsten Cashflows grösser als der Kapitaleinsatz, resultiert ein positiver Kapitalwert. Dies bedeutet, dass die Investition einen Überschuss über die durch den Kalkulationszinsfuss geforderte Mindestverzinsung abwirft und die Investition somit als wirtschaftlich betrachtet wird: aus dieser Sicht würde der Investitionsentscheid positiv ausfallen.

Weitere Berechnungsmethoden und Anwendungen, die eine Investitionsentscheidung unterstützen und erleichtern, stehen zur Verfügung und können durch das bilanzbuffet.ch aufgezeigt werden